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Kartage

Liebe Gemeinde, liebe Mitchristen, liebe Schwestern und Brüder,

wir sind bereits in die Karwoche, die intensivste Zeit der Vorbereitung auf Ostern, eingetreten.  Die Karwoche ist unsere Kernzeit der österlichen Passionszeit.  

Am Gründonnerstag feiern wir die Hingabe Jesu im Abendmahl, in der Eucharistie. In diese Feier wird, wie in jeder Eucharistiefeier, diese Hingabe Jesu vergegenwärtigt: Dies ist mein Leib, dies ist mein Blut, dies ist das Brot des Lebens für euch zum Leben hingegeben.

Am Karfreitag wird das Leiden Christi, sein Kreuzweg und ganz besonders sein Tod am Kreuz, seine Kreuzigung bedacht. Es ist ein intensiver Trauertag, an dem keine Eucharistie gefeiert wird, sondern die Verehrung des Kreuzes um 15:00 Uhr im Mittelpunkt steht. Bei der Feier sind wir eingeladen für die Menschen, die unter großer Ungerechtigkeit leiden, zu beten. Wir sind eingeladen uns besonders in Erinnerung zu rufen: „Im Kreuz ist Heil, im Kreuz ist Leben, im ist Hoffnung.“

Am Karsamstag ist Grabeswache. Es ist ein stiller Tag des Gebetes und des Wartens. Es ist eine Zeit, in der sich unsere Trauer allmählich in Hoffnung auf die Auferstehung verwandelt, denn Jesus besiegt den Tod und die Bösartigkeit dieser Welt. Er erlöst und befreit uns und nimmt uns in seinen Dienst der tätigen Nächstenliebe, in dem wir einander aufrichten, beistehen und helfen und damit lebensspende Gemeinschaft stiften.

 Am Abend des Karsamstags feiern wir denn das Fest des neuen Lebens, den Sieg über den Tod, die Auferstehung Jesu. Dies ist das wichtigste Fest unseres Glaubens, das uns versichert, dass die Liebe und das Gute mächtiger sind als der Tod. Dass das Leben Gottes in uns Menschen doch über den Tod hinaus weiter geht, denn dieser Anteil Gottes in uns kann nicht zu Grunde gehen, weil Gott nicht zu Grunde gehen kann.

Ich wünsche uns allen intensive und bereichernde Kartage. Nehmen wir die Zeit für uns und unsere Familie, um über das Leiden, aber ganz besonders über die Hingabe Jesu für uns nachzudenken und dafür zu danken.

Möge Gott unseren Glauben stärken, damit wir durch das Leiden dieser Welt nicht verzweifeln und daran zerbrechen, sondern durch alles Leiden hindurch den wahren Sinn des Lebens erfahren.

In herzlicher Verbundenheit

Ihr P. Tanye