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Synodaler Weg: Neuer katholischer Reformprozess

Liebe Gemeinde, liebe Leserinnen und Leser,
die Osterzeit beschäftigt uns mit den Ereignissen der Auferstehung und wie die Urgemeinde der ersten Christen sich gefunden haben. In den Lesungen der Gottesdienste aus der Apostelgeschichte wird vermittelt, dass die Ur- gemeinde „Ein Herz und eine Seele war“. Wie wunderbar dazu zu gehören, vernetzt, gut versorgt, gemeinsam ein Ziel zu haben, gemeinsam an einen Strang zu ziehen mit gesammelter Kraft. Könnte dies auch für uns ein Vorbild sein? In der Urgemeinde waren bestimmt auch Differenzen und aber doch wohl Einheit in Vielfallt. Die Umstände unsere Zeit laden alle Christen zum Umdenken und notwendige Reformen. Dazu soll der Synodaler Weg Prozess dienen.
Mit dem Synodalen Weg wollen die deutschen Bischöfe und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) über die Zukunft kirchlichen Lebens in Deutschland beraten. Ein Ziel ist, nach dem Missbrauchsskandal verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen.Themen des Synodalen Wegs sind die Sexualmoral, die priesterliche Lebensform, Gewaltenteilung und die Rolle von Frauen in der Kirche.
In diesem synodalen Prozess geht es darum aufeinander zu hören und auch bei unterschiedlichen Meinungen zur Einmütigkeit zu finden. Es geht darum wieder glaubwürdige Zeugen der Freude und der Hoffnung zu sein. „Glaub- würdigkeit ist absolut notwendig und die wollen wir wiedergewinnen durch unsere selbstkritische Arbeit". Auf diesem Synodalen Weg ist es sehr zu wünschen, dass offene und unverkrampfte Diskussionen zwischen Bischöfen und Laien stattfinden. Der Synodale Weg geht uns alle an. Veränderung beginnt im Kleinen. Wie steigen wir in diesen Prozess ein? Ihr P. Tanye