„Wer eine Reise tut, kann viel erzählen.“ Dieses bekannte Sprichwort trifft auf unsere gemeinsame Fahrt der Pfarrei Christi Auferstehung in Berlin nach Breslau ganz besonders zu. Es war eine Reise voller beeindruckender Eindrücke, bewegender Begegnungen und wertvoller gemeinsamer Stunden – eine Reise, die uns nicht nur zu geschichtsträchtigen Orten führte, sondern auch unsere Gemeinschaft gestärkt und bereichert hat.
Von Anfang an war spürbar, mit wie viel Herzblut, Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein diese Fahrt vorbereitet worden war. Unser besonderer Dank gilt daher Frau Ruth Anders, die die gesamte Reise hervorragend organisiert und mit großer Umsicht begleitet hat.
Breslau – eine Stadt voller Geschichte
Ein großes Lob gebührt unserer Reiseführerin, die uns mit außerordentlicher Sachkenntnis und Herzlichkeit durch die Stadt führte. Sie verstand es meisterhaft, Geschichte lebendig werden zu lassen. Hinter den Fassaden der Gebäude, auf den Straßen und Plätzen und in den Gebäuden ließ sie uns die verschiedenen Epochen und Schicksale entdecken, die Breslau geprägt haben.
Wir erfuhren viel über bedeutende Persönlichkeiten der Stadt, über ihre Lebenswege und ihre Spuren in der Geschichte. Dadurch wurde aus einer gewöhnlichen Stadtbesichtigung eine lebendige Begegnung mit der Vergangenheit.
Rathaus, Kirchen – Orte des Glaubens und der Erinnerung
Besonders berührend waren die Besuche des Rathauses und der Dominsel. Sie sind nicht nur beeindruckende Zeugnisse der Baukunst, sondern vor allem Orte gelebten Glaubens und jahrhundertelanger Gebetstradition.
Die Jahrhunderthalle – beeindruckendes Zeugnis einer Epoche
Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der Jahrhunderthalle. Ihre außergewöhnliche Architektur und ihre historische Bedeutung beeindruckten uns sehr. Auch hier gelang es unserer Reiseführerin, den geschichtlichen Hintergrund anschaulich zu vermitteln und uns einen tieferen Einblick in die Bedeutung dieses außergewöhnlichen Bauwerks zu geben.
Das jüdische Viertel und die Synagoge – Erinnern und Verantwortung
Von besonderer Bedeutung war unser Besuch des jüdischen Viertels und der Synagoge. Dieser Teil der Reise war für viele von uns besonders bewegend. Die Spuren jüdischen Lebens in Breslau erinnern an eine reiche kulturelle und religiöse Tradition, aber zugleich auch an die schmerzhaften Kapitel der europäischen Geschichte. Der Besuch machte uns bewusst, wie wichtig Erinnerung, Versöhnung und gegenseitiger Respekt sind.
Kreisau – ein Ort des Mutes und des Gewissens
Ein weiterer besonderer Programmpunkt führte uns nach Kreisau. Dieser geschichtsträchtige Ort ist eng mit dem Kreisauer Kreis und dem deutschen Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur verbunden. Der Aufenthalt in Kreisau regte zum Nachdenken über Verantwortung, Gewissen, Freiheit und die Würde des Menschen an. Die Geschichte der Menschen, die dort für eine andere und bessere Zukunft nachdachten und eintraten, macht deutlich, wie wichtig es ist, auch in schwierigen Zeiten für Menschlichkeit und Gerechtigkeit einzustehen.
Schweidnitz und die beeindruckende Friedenskirche
Unsere Reise führte uns außerdem nach Schweidnitz (Świdnica). Dort erwartete uns mit der berühmten Friedenskirche ein weiteres herausragendes Zeugnis europäischer Religions- und Kulturgeschichte. Die außergewöhnliche Fachwerkbauweise, die Größe und die besondere Atmosphäre dieser Kirche beeindruckten uns sehr. Es war faszinierend zu erleben, wie Menschen unter schwierigen historischen Bedingungen einen solchen Ort des Glaubens und der Gemeinschaft geschaffen haben. Auch hier wurde deutlich: Kirchen sind weit mehr als historische Gebäude. Sie erzählen von Menschen, von ihrem Glauben, ihren Hoffnungen, ihren Sorgen und ihrem Vertrauen auf Gott.
Eine Reise, die Gemeinschaft geschaffen hat
Bei aller Geschichte und Kultur war es vor allem die Gemeinschaft, die diese Reise so besonders gemacht hat. Gemeinsam unterwegs zu sein, miteinander zu lachen, sich auszutauschen, Neues zu entdecken und Erlebtes miteinander zu teilen, hat unsere Pfarrgemeinde ein Stück näher zusammengebracht. Eine solche Reise zeigt, wie wertvoll es ist, als Gemeinschaft gemeinsam aufzubrechen und neue Wege zu gehen.
Ein herzliches Vergelt’s Gott
Am Ende dieser wunderbaren Reise bleibt vor allem große Dankbarkeit. Unser Dank gilt vor allen Ruth Anders, der Reiseführerin, die zum Gelingen dieser Fahrt beigetragen haben, und natürlich auch allen Mitreisenden, die durch ihre Offenheit, ihre Fröhlichkeit und ihre Gemeinschaft diese Tage zu etwas Besonderem gemacht haben.
Möge uns diese Reise noch lange miteinander verbinden und uns daran erinnern, wie schön es ist, gemeinsam unterwegs zu sein.
Ein herzliches Vergelt’s Gott an alle, die diese wunderbare Reise möglich gemacht haben! Ihr P. Tanye für die Reisegruppe
