Herzliche Einladung dazu am Sonntag 02.11. um 15:00 Uhr in der Friedhofskapelle, Trakehner Allee 1, 14053 Berlin
Liebe Gemeinde, liebe Leserinnen und Leser, wenn wir an Allerheiligen und Allerseelen auf unsere Friedhöfe gehen, um die Gräber unserer Verstorbenen zu besuchen und segnen zu lassen, tun wir mehr, als nur eines alten Brauchs zu folgen. Diese Andacht ist ein tiefes Zeichen unseres Glaubens und unserer Hoffnung.
An Allerheiligen gedenken wir aller Menschen, die bei Gott vollendet sind – auch jener, die vielleicht keinen eigenen Gedenktag haben. An Allerseelen beten wir besonders für alle Verstorbenen. In diesen Tagen richten wir unseren Blick über das Irdische hinaus und erinnern uns daran, dass unser Leben auf die Ewigkeit hin ausgerichtet ist.
Die Gräbersegnung ist Ausdruck dieser Hoffnung. Wenn die Gräber mit Weihwasser besprengt und das Segensgebet gesprochen wird, vertrauen wir unsere Verstorbenen erneut der Liebe und Barmherzigkeit Gottes an. Zugleich bekennen wir: Auch der Tod kann die Gemeinschaft der Glaubenden nicht trennen. Wir bleiben miteinander verbunden – im Gebet, in der Erinnerung, in der Liebe. Das gemeinsame Beten und Singen auf dem Friedhof, das Entzünden von Kerzen und das stille Verweilen am Grab schenken Trost. Sie lassen uns spüren, dass wir nicht allein sind mit unserer Trauer. Viele empfinden in diesen Momenten auch Dankbarkeit für das Leben, das sie mit ihren Verstorbenen teilen durften, und Zuversicht, dass sie eines Tages wieder vereint sein werden – bei Gott, der das Leben in Fülle schenkt.
So ist die Andacht der Gräbersegnung nicht nur ein Erinnern an die Vergangenheit, sondern ein Hoffnungszeichen für die Zukunft. Sie stärkt unseren Glauben, vertieft unsere Gemeinschaft und öffnet unsere Herzen für das Geheimnis des Lebens, das über den Tod hinausreicht.
Ihr P. Tanye
