Ich hoffe sehr, dass die Osterfreude Sie und uns alle beseelt! Ostern ist das Herz unseres Glaubens.
Wir feiern nicht nur ein Ereignis der Vergangenheit, sondern eine lebendige Wirklichkeit: Das Leben siegt über den Tod, das Licht über die Dunkelheit, die Hoffnung über die Angst. Die Auferstehung Jesu ist keine ferne Geschichte – sie will unser Leben heute verwandeln, damit wir als „österliche Menschen“ leben können.
Österlich leben heißt zunächst: hoffen – auch dort, wo vieles dagegenspricht. In einer Welt voller Unsicherheiten, Sorgen und Konflikte sind wir eingeladen, Menschen der Hoffnung zu sein. Nicht naiv oder blind für das Leid, sondern getragen von der Gewissheit: Gott lässt uns nicht im Dunkeln. Er führt zum Leben. Österlich leben heißt auch: lieben. Die Auferstehung bestätigt den Weg Jesu – einen Weg der Hingabe, der Barmherzigkeit, der Versöhnung. Wo wir einander mit Respekt begegnen, wo wir vergeben, zuhören und helfen, da wird etwas von Ostern sichtbar. Österlich leben heißt schließlich: Zeugnis geben. Oft sind es kleine Gesten, die Großes bewirken – ein freundliches Wort, Zeit für einen einsamen Menschen, Mut zur Wahrheit, Einsatz für Gerechtigkeit. So können wir die Osterbotschaft weitertragen, nicht nur mit Worten, sondern mit unserem ganzen Leben.
Ostern lädt uns ein, neu aufzubrechen. Es ruft uns heraus aus Resignation und Gleichgültigkeit hin zu einem Leben in Fülle. Als österliche Menschen dürfen wir darauf vertrauen: Gott wirkt auch heute – in uns und durch uns. Möge die Freude der Auferstehung unser Herz erfüllen und uns Kraft schenken, diese Hoffnung in die Welt zu tragen.
Ihr P. Tanye
