… vor 35 Jahren (April 1991) das Gemeindemitglied Frau Ursula Schlumpp der Pfarrei ihr Anwesen in der Eschenallee 11 vermachte? Der hoch ansehnliche Erlös wurde vom PGR und KV großherzig auch für Projekte außerhalb unserer Pfarrei im Erzbistum eingesetzt. Außerdem wurden damit die neuen Kirchenfenster und die neue Orgel in der eigenen Gemeinde mitfinanziert.
… vor 100 Jahren die Liebfrauenschule am 01.04.1926 am Königsweg 23, heute Wundstraße am Lietzensee, gegründet wurde (als Nachfolgerin der seit 1895 bestehenden privaten Töchterschule, das „Lyzeum Muche“)? 1941 wurde die Schule von den Nazis geschlossen. Am 30.01.1944 wurde das Gebäude durch eine Luftmine stark zerstört, dabei kamen 11 Frauen und 7 Ordensschwestern um. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Liebfrauenschule am 01.06.1945 in der Ahornallee 33 mit 16 Mädchen neu eröffnet. Ab 1956 wurde dort auf einige Jahre jeden Sonntag um 9.30 Uhr eine hl. Messe von den Seelsorgern von Heilig Geist für die Bewohner der Umgebung gefeiert. Am 01.01.1970 übernahm das Bistum Berlin die Liebfrauenschule. Seit 1945 war sie zunächst auf unserem Pfarrgebiet in der Ahornallee. Bei der Neu-Festsetzung der Grenzen zwischen Heilig Geist und St. Canisius, zum 01.10.1962, wurde die östliche Seite der Ahornallee bis zur Platanenallee, St. Canisius zugeschlagen.
… vor 20 Jahren, am 01.04.2006, die Kuratie Heilig Geist zur Pfarrei erhoben wurde? Staatskirchenrechtlich gesehen war unsere „Pfarrei“ bisher lediglich Kuratie und der Pfarrer Kurator bzw. Pfarradministrator. In einem Dekret vom 23.03.2006 schrieb der damalige Erzbischof Georg Kardinal Sterzinsky: „Mit Wirkung zum 1. April 2006 erhebe ich die am 1.11.1936 errichtete vermögensrechtlich selbständige Kuratie Heilig Geist … zur Pfarrei.“ Nach unseren Informationen wurde am 23. Oktober 1936, mit Wirkung vom 1. November 1936, die Kuratie Heilig Geist „kirchlich-seelsorglich selbständig“ (im Pfarrverband von Herz Jesu in Berlin-Charlottenburg) und erst am 25. August 1971, mit Wirkung vom 1. September 1971, die Kuratie „vermögensrechtlich selbständig“ (mit eigenem Kirchenvorstand).
… vor 10 Jahren, am 08.03.2016, P. Provinzial Ralf Huning, dem Erzbischof Dr. Heiner Koch mitteilte, dass das Projekt der Steyler Neugründung in Berlin-Kreuzberg derzeit nicht durchgeführt werden kann? Es ging darum, zusammen mit den Steyler Missionsschwestern, an dem sozialen Berliner Brennpunkt in Kreuzberg (St. Marien Liebfrauen, Wrangelstraße 50) mit einer kleinen Gemeinschaft zu beginnen, entsprechend den Prioritäten unserer Steyler deutschen Ordensprovinz: „Migration“ und „soziale Gerechtigkeit und Armutsbekämpfung“. 5 Jahren später, am 01.04.2021, begannen dann die beiden Steyler Mitbrüder, Bernd Ruffing und Emanuel Huemer, dort in kleinerer Präsenz.
… vor 5 Jahren, am Ostersonntag, 04.04.2021, - auch coronabedingt – die Auferstehungsfeier zusätzlich am frühen Ostermorgen draußen, erstmals auf dem Drachenberg um 5.30 Uhr gefeiert wurde? Damit konnten die etwa 50 Gottesdiensteilnehmer den liturgischen Spannungsbogen der österlichen Feier auch mit dem Beginn des Sonnenaufgangs erleben und das trotz der Temperaturen um den Gefrierpunkt. (Nach und nach kamen weitere Drachenbergbesucher, um den Sonnenaufgang von dort zu erleben.). - Die Steyler Kommunität sang an diesem Tag erstmals wieder in den Laudes in der Hauskapelle, in der Kirche wurde erstmals wieder am 14.06.2021 gesungen (coronabedingt war das alles bis dato nicht möglich).
… vor 10 Jahren, am Samstag, dem 09.04.2016, 66 Personen aus unserer Pfarrei zum Gründungsfest der „Pueri Cantores Ost“ nach Halle fuhren? „Pueri Cantores Ost“ wurde ein Tag zuvor, am 08.04.2016, dort als gemeinsamer Diözesanverband der „Ostbistümer“ gegründet. 45 Kinder und Jugendliche aus unserer Gemeinde und St. Canisius sangen dort mit mehr als 600 weiteren kleinen Sängerinnen und Sänger eine feierliche Vesper mit unserem Erzbischof Dr. Heiner Koch. Es war ein Gemeinschaftserlebnis dieser jungen Gleichgesinnten von besonderer Art.
… sich vor 30 Jahren, am 11.04.1996, der Ortspfarrer von Buckow (Märkische Schweiz), Pfarrer Teichmann, an uns wandte, dass er in finanzieller Not sei? Pfarrer Teichmann war seit fast 30 Jahren dort als Pfarrer tätig. Er konnte die Mittel für die kleine, Heilig-Geist-Kapelle nicht aufbringen. Die Kontakte zur dieser Paten-Partnerschaftsgemeinde in Buckow – nach dem Mauerfall mit unserer Gemeinde entstanden – sind seit 1993 zwar wohl schwächer geworden, aber unsere Gemeinde half trotzdem.
… vor 10 Jahren, am 19.04.2016, Schwester Oberin vom Anbetungskloster St. Gabriel unseren Hausoberen des Heilig Geist Kollegs informierte, dass das Generalat der Anbetungsschwestern entschieden habe, die Niederlassung in Bad Driburg aufzugeben, zugunsten der Niederlassung in Berlin? Diese gute Nachricht für Berlin wurde natürlich allseits sehr begrüßt. So feierte am 15.06.2016, um 18 Uhr Erzbischof Dr. Heiner Koch mit seinen beiden Weihbischöfen im Anbetungskloster St. Gabriel in Berlin ein großes Dankhochamt. Erzbischof Heiner Koch, erst seit 9 Monaten im Bischofsamt in Berlin, hatte zu den Schwestern bereits einen guten Kontakt aufgebaut. Er sagte, Berlin brauche ein solches Zeichen, Berlin brauche das Gebet und brauche die Anbetung. Zum Dankgottesdienst, bei dem die Generalleitung der Anbetungsschwestern anwesend war, kamen so viele Gläubige, dass sie in der Kirche keinen Platz fanden und noch bis vor der Kirchentür stehen mussten. Erzbischof Heiner Koch sah dies als eine Abstimmung mit den Füßen zugunsten des Berliner Anbetungsklosters. Die Pfarrgemeinde Heilig Geist, in deren Schatten das Anbetungskloster schließlich liegt, nahm regen Anteil an dieser Festfeier. Auch 10 Mitbrüder der Steyler Missionare konzelebrierten mit. Der Kirchenchor sang dicht gedrängt auf der Orgelbühne die Orchestermesse Haydns „Missa in F“ mit Motetten von W.A. Mozart und am Schluss, nach dem „Großer Gott“, jubelte er aus dankbarem Herzen das große Händel-Halleluja. (Fünf Jahre später wurde leider die Schließung der Berliner Niederlassung beschlossen).
… vor 10 Jahren, am 27.04.2016, das Treffen der 18 Ordensobern der männlichen Orden von Berlin bei uns stattfand? Der Präses unsere Niederlassung stellte die Pfarrei vor, mit den Zusatzinformationen: die positive Entscheidung zugunsten des Berliner Anbetungsklosters, der kürzliche Weggang von Pfarrer Stanislaw Madro und das abgesagte Projekt Berlin-Kreuzberg (siehe oben unter dem 01.04.). Neben den diversen Nachrichten aus den anderen Ordensgemeinschaften, brachte Prälat Stefan Dybowski die Ordensoberen auf den aktuellen Stand über Angelegenheiten aus dem Erzbistum, insbesondere was die Ordensgemeinschaften betrifft.
