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Wussten Sie dass...? (Dezember)

... vor 130 Jahren, am 01.12.1895, die Künstlerin unseres Sandsteinreliefs in der Marienkapelle, Jenny Wiegmann, in Spandau geboren wurde? Ihre Eltern waren der Bäcker Fritz und Paula Wiegmann geb. Voigt. Vor 105 Jahren heiratete Jenny Wiegmann Müller-Oerlinghausen, einen Studienfreund, der unsere erste Kirchenausstattung (Hauptaltar mit 6 Meter hohem Dreifaltigkeitsrelief, Kanzel und Josefsaltar) schuf. 1922 konvertierten beide vom evangelischen zum katholischen Glauben.                                      

... vor 5 Jahren, am 02.12.2020, die erste der coronabedingten kirchenmusikalischen Andachten stattfand? Die Idee kam von unserem Kirchenmusiker Christoph Möller. Er gestaltete diese sehr einfühlsam mit Orgelmusik von J.S.Bach, zusammen mit Pfarrer P. Tanye. Diese Form des Gottesdienstes während der Corona-Pandemie wurde sehr geschätzt. Insgesamt gab es 53 kirchenmusikalische Andachten. Christoph Möller hatte dafür so viele Musiker für diese Andachten begeistert, dass man glauben konnte, er hat einen geheimen Vertrag mit der halben Berliner Musikszene.

....vor 90 Jahren, am 12.12.1935, unsere St. Antonius-Statue von Hermann Inhetvin (1887-1973), Spandau, aufgestellt wurde? Am 14.12.1960, vor 65 Jahren, wurde unter der Statue des hl. Antonius ein Fach für Sach-Caritasspenden angebracht. Vom gleichen Künstler stammen das Marien-Relief und das Josefs-Relief. Bis zum Umbau der Kirche im Jahr 1988 bildeten diese beiden Reliefs den Mittelpunkt der beiden Seitenaltäre. Sie stammen aus der gleichen Zeit wie die St. Antonius-Statue. Heute hängen sie rechts und links im hinteren Teil unserer Kirche.                             

...vor 45 Jahren, am 15.12.1980, der 10. Pfarrer von Heilig Geist, P. Ludwig Thüning SVD, plötzlich im Alter von 48 Jahren im nahen St. Hildegard-Krankenhaus an der Thüringer Allee 12 / Masurenallee 1 (dieses wurde am 01.12.1996 geschlossen) verstarb? Es dauerte dann bis zum 1. September 1981, bis der neue Pfarrer, P. Bernhard Lammerding SVD, seinen Dienst übernahm.     P. Ludwig Thüning, war geboren am 23.07.1932 in Laer, Eintritt 1953 im Missionshaus St. Josef, Geilenkirchen, Priesterweihe 1964 in St. Augustin. Acht Jahre wirkte er in Steyl, sieben Jahre in Berlin, zuerst als Kaplan und ab 1977 als Rektor und Pfarrer. Beerdigt wurde er in Sankt Augustin auf dem Klosterfriedhof.

...vor 75 Jahren, am 21. Dezember 1950, unerwartet der Diözesanbischof von Berlin, Kardinal von Preysing verstarb? Es war nachmittags gegen 16 oder 17 Uhr. Unser P. Johannes Lichy SVD war eben noch bei ihm gewesen, um seine Beichte abzunehmen, da wurde er, soeben vor der Haustür angekommen, von oben her wieder zurückgerufen. Der Kardinal hatte plötzlich einen Schlaganfall bekommen als eine der im bischöflichen Haus tätigen Schwestern ihm eine Tasse Tee bringen wollte. P. Lichy spendete ihm noch schnell die Krankensalbung, aber der Tod war schon eingetreten. Am Vormittag war der so plötzlich Verstorbene noch beim Zahnarzt gewesen. Der kranke Zahn scheint eine Thrombose bewirkt zu haben, die zur Embolie führte. Am 28. Dezember 1950 wurde Kardinal von Preysing unter ungeheurer Beteiligung von St. Sebastian aus auf dem Luiesenfriedhof, wie er es selbst gewünscht hatte, neben Prälat Lichtenberg beigesetzt. 12 Bischöfe, darunter sein Nachfolger, standen an seinem Grabe. Es herrschte eine grausame Kälte. Kardinal Frings von Köln hatte das Requiem gehalten. – P. Johannes Lichy SVD wurde dann vor 60 Jahren, am 30.9.65, selbst unter großer Anteilnahme seiner vielen Freunde unter den Geistlichen und der Gläubigen von Berlin zu Grabe getragen. Er verstarb am 25.09.1965 an einer Nierenbeckenvereiterung.

...vor 75 Jahren, am 24. Dezember 1950, die Weihnachtsmette von Heiligabend auf den frühen Weihnachtsmorgen verlegt wurde? Grund war: in den Jahren davor war das Gedränge bei der Mitternachtsmesse so groß geworden, dass viele Klagen über ungebührliches Verhalten und andere Störungen laut wurden. So sollte diesmal der Versuch mit der Weihnachtsmette am frühen Morgen gemacht werden. Es würden dann ganz von selbst nur diejenigen kommen, denen an der religiösen Feier gelegen war. Dies war auch so. Die Kirche war gut besetzt. Die Stimmung ließ an Andacht nichts zu wünschen übrig. Trotzdem entschloss man sich auf das Drängen Vieler hin, den Versuch nicht zu wiederholen. Als Gründe wurden geltend gemacht: 1. Um Mitternacht werden auch die Menschen erreicht, die sonst das Jahr über nicht oder ganz selten in den Gottesdienst kommen. Es sei „besser, dass diese da sind, als die frommen Seelen, die das ganze Jahr hindurch betreut werden können“, so die Pfarrchronik. 2. Viele Pfarrmitglieder, die des ganzen Stimmungsgehaltes wegen die Mitternachtsfeier der Frühmette vorziehen, wandern in die Nachbarpfarreien ab, wo um Mitternacht gefeiert wird. 3. Die unvermeidlichen Störungen um Mitternacht können von vernünftig denkenden Katholiken nicht übelgenommen werden. Gründe genug, die Mitternachtsmesse beizubehalten.

...vor 55 Jahren unsere Pfarrei Heilig Geist 5.000 Katholiken zählte (heute knapp 4.000)? Neben der Pfarrseelsorge in Hl. Geist waren den Mitbrüdern 8 Krankenhäuser und etwa 30 Altersheime anvertraut. Mehrere Schwesternkommunitäten wurden außerdem seelsorglich betreut. Die Steyler Gemeinschaft zählte damals 6 Patres und 3 Brüder. Küche und Haus wurden von 2 Frauen versorgt.

...vor 50 Jahren, am 24. Dezember 1975, unsere Kirche bei der Christmette weit voller war als in den vergangenen Jahren? Ein Grund dafür wird in unserer Chronik nicht genannt. Die Leute standen jedenfalls in den Seitengängen bis vorn. Da unser Kirchenchor nicht mehr existierte, sang unsere Jugendschola – heute bekannt als Singekreis - alte Weihnachtslieder und Motetten. In eigener Regie und mit großem Einsatz hatten sie alles einstudiert und ein kleines Orchester zusammengebracht. Das Echo aus der Gemeinde war sehr gut. Die Leitung hatten Helmut Schimek und Carola Jungmann (heute Schmidt-Schimek).

...vor 5 Jahren, am 24.12.2020 (Heilig Abend) – Corona-Pandemie, in unserer Kirche 250 Lichttüten mit einem Teelicht, einem Papierstern und einer „Hoffnungskarte“ zum Verschecken, von Frau Föhles und Frau Juppe-Ziervogel zusammengestellt wurden? Sie waren zum Mitnehmen für die Weihnachtszeit 2020 unter dem Motto „Auch wenn vieles anders wird …Gott bleibt / …Gemeinschaft bleibt / …Hoffnung bleibt / …die Freude bleibt / …die Liebe bleibt / …die Nähe bleibt / …der Glaube bleibt“. Dazu gab es ein Faltblatt zur Feier eines Hausgebets. Es war eine gemeinsame Aktion des Erzbistums Berlin und der Evangelischen Kirche und dem Ökumenischen Rat Berlin-Brandenburg zu diesem besonderen Weihnachten. - Ab 15:15 Uhr spielte Herr Möller an diesem Heilig Abend bis 17:30 Uhr an der Orgel. Es kam immer wieder Einzelpersonen und Familien in die Kirche und verblieben längere Zeit. Nachdem die Kirche coronabedingt geschlossen wurde, feierte die Kommunität um 21.30 Uhr die Christmette in der Kirche mit dem Kirchenmusiker Christoph Möller.

...vor 85 Jahren, am 29.12.1940, sich Br. Osmundus, Joseph Sahm, der langjährige treue Pförtner des Heilig Geist Kollegs, besonders dadurch bewährte, dass er in der Nacht um 2 Uhr einen Einbrecher im Amtszimmer des Pfarrers überraschte und trotz brutaler Gegenwehr blutüberströmt so lange festhielt, bis auf seine Hilferufe Pfarrer P. Alois Marquardt mit den übrigen Hausbewohnern erschien, die „viribus unitis“ (mit vereinten Kräften) den starken Einbrecher mit einer Wäscheleine so fesseln konnte, dass er immer wieder um Erbarmen wimmerte. Erst 2 Stunden später erschien die sofort herbeigerufene Polizei. Sie entschuldigte sich damit, dass sie infolge des Krieges nicht mehr motorisiert sei und dass sie der Verdunkelung wegen das Haus nur schwer habe finden können.