… vor 10 Jahren am 01.02.2016 P. Paskalis Teli Lolan SVD als 18. Pfarrer (Pfarrverweser) unsere Pfarrei übernahm, nachdem am 31.01.2016 P. Stanislaw Madro sein Priesteramt aufgegeben hatte. P. Paskalis wurde dann am 27.11.2016 von P. Gerald Tanye SVD als 19. Pfarrer (Pfarrverweser) abgelöst.
… vor 90 Jahren P. Anton Balkenhol, ab 02.02.1936, zum zweiten Mal Pfarrer von Heilig Geist wurde? Begründet wurde diese Versetzung durch den Generalsuperior, P. Josef Grendel SVD, am 18.01.1936, wie folgt: „Wie die [politischen] Verhältnisse im Ganzen und im Besonderen für unsere [Steyler] Gesellschaft sich entwickelt haben, sind gegenwärtig und auch in Zukunft wichtigste Interessen der [Steyler] Gesellschaft in persönlichen Verhandlungen mit den staatlichen Stellen in Berlin wahrzunehmen. Diese Verhandlungen hat der Generalrat nach Fühlungnahme und im Einverständnis mit den in Betracht kommenden Stellen P. Anton Balkenhol übertragen. Da diese Aufgabe seinen dauernden Aufenthalt in Berlin notwendig machte, wurde er dorthin versetzt und unter anderem mit der Leitung der Kuratie betraut.“ P. Balkenhol verfügte aus seiner ersten Pfarrerszeit über hervorragende Kontakte zu Regierungsstellen.
… vor 75 Jahren, am 02.02.1951, Professor Kurt Doebler bei uns die Organisten-Stelle übernahm? Er war der 5. Kirchenmusiker der Pfarrei Heilig Geist und blieb es bis zum 01.10.1955. Sein Nachfolger war Gerhard Zodrow und dessen Nachfolger Christoph Möller. Der Vorgänger von Professor Kurt Doebler war Herr Block. Herr Bloch war Ingenieur, hatte sich aber bei seinem großen Interesse für geistliche Musik am Konservatorium zu Schneidemühl und durch private Initiative beträchtliche Kenntnisse und Fähigkeiten für Orgel und Gesang erworben. Er hatte unserer Pfarrei schon vor dem Kriege mehrmals aus der Verlegenheit geholfen, als in der Zeit des Interregnums zwischen den Organisten Fritz Kohlhaase und BrunoKosubek verschiedene Zwischenorganisten versagten. Als dann Herr Kosubek nach Kriegsende Lehrer für Gesang an der Hochschule für Musik wurde und Herr Bloch keine Arbeit als Ingenieur finden konnte, übernahm er Orgel und Chor. Auch war Herr Bloch zu allen Diensten gern bereit, so dass es ein gutes und leichtes Zusammenarbeiten mit ihm war. Wenn ihm nun doch gekündigt wurde, so geschah es deshalb, weil er bei all seinen Fähigkeiten und bei all seinem guten Willen nun doch kein Fachmann war, unsere anspruchsvolle Gemeinde aber nach der Entwicklung von Heilig-Geist zu einer ausgewachsenen Pfarrei wohl mit einem gewissen Recht einen eigentlichen Fachmann an der Orgel und am Dirigentenpult verlangen konnte. Die Gelegenheit dazu bot sich in Herrn Prof. Döbler, der nach der Währungsreform gern bereit war, seine kleinen und höchst unsicheren Einnahmen aus Privatstunden durch einen regelmäßig einlaufenden Zuschuss aus der Kirchenkasse zu erhöhen. Anderseits hatte Herr Bloch wieder Anstellung als Ingenieur gefunden, so dass er finanziell auf seine Einnahmen als Organist verzichten konnte. Herr Bloch empfand es als Ehre, dass er den Gottesdienst für die Engländer [Vier-Mächte-Zeit und deutsche Teilung] nach wie vor musikalisch gestalten und auch einen eigenen Chor dafür zusammenstellen durfte. Herr Döbler seinerseits war froh, dass er mit dem Gottesdienst der Engländer, für den er sich in keiner Weise begeistern konnte, nichts zu tun hatte. Trotzdem brachte die Umstellung für die nächsten Monate noch große Schwierigkeiten infolge von menschlichen Unzulänglichkeiten, deren sich beide Seiten schuldig machten. Bei der starken Eigenwilligkeit und Empfindlichkeit des Herrn Prof. Döbler in Verbindung mit mangelnden Einfühlungsvermögen in die Gedankengänge und Erwartungen anderer waren viele Chor- und Gemeindemitglieder zunächst arg enttäuscht. Erst nach und nach konnte sich der neue Organist durch sein wirkliches Können mehr und mehr durchsetzen. Die oft wunderbaren Improvisationen nach den Gottesdiensten ließen allmählich ahnen, dass ein Meister an der Orgel saß.
… vor 75 Jahren, am 11.02.1951, Kaplan Zcydcsik mit seinen Fastenpredigten begann? Sie fanden viel Beifall, und von Mal zu Mal vermehrt sich die Zahl der Zuhörer. So gut wurden wohl noch keine Fastenpredigten in Heilig-Geist beurteilt und auch besucht. Das zeigte sich besonders bei der Zählung der Kirchenbesucher am Passionssonntag 1951. Es waren 2126 Gottesdienstbesucher. Der Fastenprediger dürfte an dieser Zahl seinen besonderen Anteil gehabt haben. Ganz groß wurden dann vom 21. bis 24. März 1951 die Kartage gefeiert. Besonders eindrucksvoll war der Karfreitag mit seinem gewaltigen Andrang beim Morgengottesdienst (noch vor der Liturgiereform!!) und noch mehr bei der abendlichen Andacht zur Schmerzhaften Mutter mit der Schlusspredigt von Kaplan Zcydcsik.
… vor 20 Jahren (11.02.2006) Christoph Möller einstimmig zum ersten Sprecher des Sprecherrates der Kirchenmusiker im Erzbistum Berlin erneut gewählt wurde? Er war es bereits seit 1994!
…. vor 65 Jahren, am 12.02.1961, Prälat Backer in unserer Kirche predigte und für die Aussätzigen in Kamerun sammelte? Was ist das Besondere? Prälat Backer war ein pensionierter niederländischer Versicherungsdirektor aus Nijmegen. Nach dem Tod seiner Frau studierte er mit 60 Jahren Theologie in Rom. Bei seiner Primiz assistierten ihm drei seiner Söhne, die Jesuiten waren. In den Predigten berichtete er hauptsächlich von seinem außergewöhnlichen Lebensweg. Dies beeindruckte die Gottesdienstbesucher so, dass sie großzügig für seine Mission spendeten. Prälat Backer wohnte drei Wochen hier im Kolleg und predigte von uns aus in mehreren Kirchen Berlins. Durch diese Predigttätigkeit und durch seine persönlichen Rücksprachen brachte er eine Summe von 24.000 DM zusammen.
… vor 10 Jahren, am 12.02.2016 (Freitag), eine große Trauerfeier für den verstorbenen Alexander Longolius um 10.30 Uhr in unserer Kirche stattfand? Wie in den Traueranzeigen im Tagesspiegel und der Berliner Morgenpost zu entnehmen war, war Alexander Longolius ein sehr beliebter und über die SPD-Grenzen hinaus respektierter Politiker. Daher war auch der Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin, Herr Ralf Wieland, auf der Trauerfeier. Auch der Regierende Bürgermeister von Berlin, Herr Michael Müller, war da. Die Trauerfeier wurde von Alfons Schöps gestaltet und geleitet, und gemäß der Verfügung des Verstorbenen war er der einzige Trauerredner. Alexander Longolius hatte sich drei Musikstücke auserbeten, die vom Band abgespielt werden: "Lullaby of Birdland", zu dem er und seine Frau sich kennengelernt haben, Dmitri Shostakovich "The second waltz" und noch ein weiteres. Dennoch war der Trauerfeier ein "katholisch geordneter Ablauf" geben, das heißt, auch unser Organist Herr Christoph Möller spielte auf der Orgel. Als Choral sang die Trauer-Gemeinde am Schluss "Nun danket alle Gott". Etwa 150 Trauergäste nahmen an der Feier teil. Beim Auszug des Sarges bis zur Abfahrt läutete die Glocke von Heilig Geist. Im Anschluss fand die Beisetzung auf dem Friedhof in Sacrow statt. – 10. Jahre später, am 22.01.2026 war jetzt die Trauerfeier für die Witwe, Frau Hannelore Longolius. Diese Feier in unserer Kirche leitet, wie bereits am 12.02.2016 für ihren Mann, ebenfalls Herr Alfons Schöpfs. An der Orgel war diesmal Domorganist a.D. Thomas Sauer.
… vor 10 Jahren, am 21.02.2016, 2. Fastensonntag, um 18 Uhr ein besonderer Ökumenischer Gottesdienst in unserer Kirche zur Gebetswoche für die Einheit der Christen stattfand? 13 ranghohe Liturgen aus 10 verschiedenen Christlichen Kirchen nahmen daran teil und zwar aus der Anglikanischen Kirche, der Koptisch-Orthodoxen Kirche, der Baptisten (Evangelische-Freikirchliche Gemeinde), Evangelische-methodistischen Kirche, der Dänisch-Lutherischen Kirche, der Alt-Katholischen Kirche, der Griechisch-Orthodoxen Kirche, der Syrisch-Orthodoxen Kirche, 4 aus der Evangelischen Landeskirche und der Römisch-Katholischen Kirche, vertreten durch unseren P. Paskalis Teli Lolan (Pfarradministrator von Heilig Geist). 145 Gottesdienstbesucher waren gekommen, die Mehrzahl aus Heilig Geist. Die Predigt hielt der Ökumene-Beauftragte des Kirchenkreises Charlottenburg-Wilmersdorf von der Evangelischen Landeskirche, Pfarrer Franz Vöhler. Er sprach über das Motto „das Salz der Erde“ (Mt 5, 13,14). Dabei stellte er auch die christliche Verantwortung für die Flüchtlinge heraus und verwies auf das Zeichen durch den ersten Besuch von Papst Franziskus auf Lampedusa und erwähnte dabei auch lobend das soziale Engagement der Heilig Geist Pfarrei in der Flüchtlingsbetreuung. Nach dem einstündigen Gottesdienst trafen sich viele der Teilnehmer in unserem Pfarrsaal zu einem sehr angeregten Gedankenaustausch. -
… vor 5 Jahren, am Mittwoch, dem 24.02.2021, die erste Musikalische Andacht im Jahr 2021 zur Fastenzeit stattfand? An den fünf Mittwochabenden der Fastenzeit lud Christoph Möller – wie schon in der Adventszeit 2020 – dazu ein. Es wirkten Solisten, beziehungsweise kleine Ensembles mit. Insgesamt gab es 53 solcher musikalischen Andachten.
… vor 70 Jahren, am 25.02.1956 (Samstag), um 9 Uhr, P. Alois Marquardt in der Kirche des Anbetungsklosters St. Gabriel ein feierliches Hochamt aus Anlass seines Goldenen Priesterjubiläums feierte? Körperlich und geistig sehr agil, konnte er sein 60jähriges Jubiläum feiern. Als Ordensprovinzial war er 35 Jahren davor maßgeblich an der Gründung der Heilig-Geist-Kuratie beteiligt. Von 1938 bis 1947 leitete er in sehr schwieriger Kriegs- und Nachkriegs-Zeit als Kuratus (Pfarrer) die Heilig-Geist-Gemeinde. - 10 Jahre später konnte er in seltener körperlicher und geistiger Frische noch sein Diamantenes Priesterjubiläum feiern. Er wohnte in seiner „Einsiedlerklause“ neben der Anbetungskirche St. Gabriel. Die Seelsorge als Hausgeistlicher hatte aber schon seit dem Herbst 1965 P. Paul Jung übernommen. Er verstarb 1968 mit 89 Jahren.
