Meldung

Wussten Sie dass... (Juni)

... vor 20 Jahren, am 01.06.2005, Frau Martina Pfaff die Leitung unseres Kindergartens in der Preußenallee übernommen hat? Sie hat die gesamte Karriere an unserer Pfarrei durchlaufen, vom Kindergartenkind, bis zur Leiterin, vom Sandkasten bis zur Chefetage – und dabei immer noch den Überblick behalten! Herzlichen Glückwunsch zu dieser beispiellosen Laufbahn!

... vor 50 Jahren, am 01.06.1975, zum zehnten Mal die Eucharistiefeier im Garten der Herz-Jesu-Schule mit anschließender Fronleichnamsprozession zu unserer Kirche stattfand. Durch die neue Anordnung der Sitzplätze stand der Altar diesmal inmitten der Gemeinde. Etwa 550 Gläubige waren bei schönem, aber kaltem Wetter dabei.

... vor 45 Jahren, am 04.06.1980 (Mittwoch), um 19 Uhr der 86. Deutschen Katholikentag in der Deutschlandhalle unseres Messegeländes eröffnet wurde? Das Motto lautete „Christi Liebe ist stärker“. Am nächsten Tag (Fronleichnam) war die Fronleichnamsfeier im Olympiastadion und abends nach der 19 Uhr Messe war in Heilig Geist der „Abend der Begegnung“ rund um das Heilig-Geist-Kolleg. Gäste des Katholikentages und Gastgeber waren eingeladen zu Musik, Gesang, Gespräch, Information….
 

... Am 07. Juni 1980 (Samstag) war um 14 Uhr der „Kinderkatholikentag“ im Hockeystadion am Olympischen Platz (Schluss 17 Uhr). Es waren Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren eingeladen. Und am 08.06.1980 (Sonntag) war um 9.30 Uhr der Katholikentags-Hauptgottesdienst im Olympiastadion und um 11.45 Uhr ebenfalls dort die Hauptkundgebung (Schluss gegen 12.45 Uhr).

... vor 60 Jahren, am 07.06.1965, vom SFB aus unserer Kirche ein „Deutsches Hochamt“ gesendet wurde, vertont von unserem aktiven Gemeindemitglied Bernhard Krol? Bernhard Krol (1920 - 2013) war Hornist bei den Berliner Philharmonikern und beim Radio-Sinfonieorchester Stuttgart. Er war auch als Komponist tätig und hat besonders zahlreiche Werke, auch religiöse, für Bläserbesetzungen geschrieben. Der SFB hatte auch früher regelmäßig Radiomessen aus unserer Kirche gesendet.     

... vor 10 Jahren, am 08. Juni 2015, Montag, Papst Franziskus Dr. Heiner Koch zum Erzbischof von Berlin ernannt. Der bisherige Bischof von Dresden-Meißen folgte auf Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki. Seit September 2014 war das Erzbistum Berlin vakant und wurde von Diözesanadministrator Prälat Tobias Przytarski geleitet. Die Amtseinführung des neuen Bischofs war am 19. September 2015 in der Hedwigs-Kathedrale.

... vor 65 Jahren, am 08.06.1960, die drei Kapuziner-Missionare P. Renatus, Guardian von Ehrenbreitsein, P. Maurus, Guardian von Frankfurt am Main und P. Kilian, Guardian in Bad Kissingen hier ankamen? Es war der Beginn der Kinder-Mission. Insgesamt predigten sie bis zum 26.6.1960 in den Laubenkolonien Westend und Freiland und unserer Heilig-Geist-Kirche. Am 12.06.1960 begann die Erwachsenen-Volksmission. Um 19.30 Uhr war die erste große Missionspredigt in unserer Kirche. In den Kolonien „Westend“ und „Freiland“ war um 20 Uhr Hl. Messe und erste große Missionspredigt. An allen Werktagen war um 8 Uhr und um 20 Uhr Hl. Messe mit anschließender Missionspredigt. Die Morgen- und Abendpredigt war die gleiche. Am 26.06.1960 war die Schlussfeier der Volksmission. Der Kirchenchor gestaltete sie besonders feierlich. Der damalige Chronist dazu wörtlich „Die Mission war, gegenüber den Missionswochen in den früheren Jahren, ihrer Eigenart entsprechend nicht so gewaltig. Das Missionieren in den Lauben war wirklich ein langsames Angeln, kein Fischzug mit dem Netz. Aber Gottes Segen floss reichlich, wenn auch nur zu Einzelnen hin…“ – Eine Volksmission ist eine besondere Form der religiösen Seelsorge. Dabei handelt es sich um eine intensive und zeitlich begrenzte Gemeindeveranstaltung, um den Glauben der Menschen zu erneuern und zu vertiefen. In erster Linie richtet sie sich an die gesamte Bevölkerung einer Pfarrei und will sowohl praktizierende Gläubige als auch Menschen erreichen, die sich vom Glauben entfernt haben. In der Regel beseht eine Volksmission aus Predigten, Gottesdiensten, Bußgottesdiensten und geistlichen Gesprächen. Sie wird oft von speziell ausgebildeten Predigern und Missionaren geleitet, die für einige Tage oder Wochen in die Gemeinde kommen. Volksmissionen waren besonders im 19. Und frühen 20. Jahrhundert verbreitet.

... vor 35 Jahren, am Freitag, 15. Juni 1990, der Pfarrer P. Aloys Siepmann SVD einen Ökumenischen Gottesdienst um 19 Uhr in unserer Kirche nach der Lima-Liturgie feierte? Die Lima-Liturgie ist die Form einer ökumenischen Eucharistiefeier, bei der Christen katholischer wie evangelischer Konfession zur Teilnahme an der Kommunion eingeladen sind. Für den Pfarrer gab es diesbezüglich ein Nachspiel, weil er beim bischöflichen Ordinariat angezeigt wurde.

... vor 40 Jahren, am 21.06.1985, eine „erste“ Pfarrwallfahrt von Heilig Geist stattfand? Sie ging nach Telgte / Münster. Es hat sich schließlich, trotz Werbung, eine Gruppe von 9 Personen zusammengefunden. Dies wurde als Anfang gesehen. Ab jetzt sollte in jedem Jahr eine Pfarrwallfahrt stattfinden. Offensichtlich fand aber nur noch im Jahr 1986 eine solche statt, und zwar nach Altötting / Bayern.

... vor 20 Jahren, am 30.06.2005, das Seniorenheim St. Elisabeth-Stift, Nussbaumallee 37, geschlossen wurde? Es bestand 116 Jahre. Dort stand die Wiege unser Pfarrei Heilig Geist, die im Jahre 1922 aus der Taufe gehoben wurde.

... vor 80 Jahren die Herz Jesu Schule am 25.05.1945 von den Sacré Coeur Schwestern in der Preußenallee 25 (mit Genehmigung durch die Alliierten im September 1945) errichtet wurde (in einer Holz-Baracke, die von Sponsoren, z. B. Siemens, finanziert wurde), zunächst war der Unterricht im Vortragssaal unter der Kirche des Klosters der Anbetungsschwestern und im Pfarrsaal von Heilig Geist. Die Herz-Jesu-Schule betrieb zugleich auch einen Kindergarten (der am 30.06.2006 geschlossen wurde). Am 23. Oktober 1948 wurde ein Vertrag zwischen den Steyler Missionaren und den Sacré Coeur-Schwestern unterzeichnet, damit konnten die Sacré Coeur Schwestern die zunächst mit der Erlaubnis des Pfarramtes Heilig Geist auf dem Steyler Grundstück, Preußenallee 25, gebaute Schulbaracken (mit maximal 360 Schülern) auch rechtlich ordnungsgemäß benutzen. Es wurde lediglich eine symbolische Miete vereinbart. Am 01.11.1949 zog die Herz-Jesu-Schule mit dem Kindergarten von der Baracke Preußenallee 25 in die Insterburgallee 8, in die schöne Villa, welche das Finanzamt für Liegenschaften zu außerordentlich günstigen Bedingungen an die Schule verpachtete. Schwestern und Elternschaft bedauerten den Umzug trotz der schönen neu gewonnenen Räume wegen der ungünstigeren Lage. Die Baracke in der Preußenallee wurde abgerissen und das Grundstück zwischen der St. George’s Church und dem Kloster der Anbetungsschwestern verwilderte im Laufe der Jahre, bzw. war eine ungepflegte, grüne Wiese. Pfarrer P. Koitka wurde dann von aktiven Mitgliedern der Pfarrei, z. B. Herrn Georg Adam, animiert, einen eigenen katholischen Kindergarten zu errichten. - Die Geschichte der Herz-Jesu-Schule beginnt jedoch bereits im Jahr 1938 mit der Eröffnung einer privaten französischen Schule durch die Sacré-Coeur-Schwestern im Grunewald (jetziges Carl-Steeb-Haus, Hagenstraße), insbesondere für Diplomatenkinder, die 1941 von den Nazis geschlossen wurde. Zum eigenen Unterhalt erteilten die Schwestern dann den Kindern der noch in Berlin zurückgebliebenen auswärtigen Diplomaten Unterricht. Nach Beendigung des Krieges versiegte diese Einnahmequelle, und nun richteten die Schwestern zur größten Freude der katholischen Eltern einen Kindergarten und eine katholische Privat-Volksschule ein. Sie war damals die einzige in ganz Berlin. Der heute dazu gehörige Hort wurde im Jahre 1998 gegründet. - Die Herz-Jesu-Schule ist seit 1945 mit unserer Heilig Geist Gemeinde sehr eng verbunden. Denn die Sacré-Coeur-Schwestern fanden mit der Beschlagnahmung 1941 ihres Anwesens in der Hagenstraße bis 1949 eine Heimat im Anbetungskloster, zusammen mit den Steyler Anbetungsschwestern.

 

...am 29.05.2025 eine der letzten Steyler Missionsschwestern, die im St. Hildegardkrankenhaus Dienst taten, im Altersheim der Steyler Missionsschwestern in Laupheim (Ulm) verstarb. Schwester Marialgera, Hermine Becker, stammte aus einem kleinen Ort bei St. Wendel im Saarland. Sie trat als ausgebildete Krankenpflegerin 1958 dem Orden der Steyler Missionsschwestern bei. Schon bald nach der Grundausbildung im Orden wurde sie nach Berlin ins St. Hildegardkrankenhaus geschickt, das von den Steyler Schwestern bereits 1934 übernommen wurde. Schwester Marialgera blieb dort in der Krankenpflege bis 1979, als sich die Schwestern aus Berlin zurückzogen. Nach der Wiedervereinigung 1989 beschlossen die Schwestern, sich wieder in Berlin niederzulassen. Sie wohnten im Haus der Jesuiten in der Kantstrasse, später in der Torstrasse. Schwester Marialegera wirkte nun als Seelsorgerin im Hildegardkrankenhaus, das inzwischen vom Caritasverband betrieben wurde. Zur gleichen Zeit ließen sich die Schwestern auch in Berlin-Buch nieder und wirkten in den dortigen Kliniken. Auch dort wirkte die Schwester segensreich in der Seelsorge, nachdem sie nach einigen Jahren der Arbeit im „Westen“ wieder nach Berlin-Buch zurückkam. Schwester Marialgera wirkte durch Lebens- und Glaubenszeugnis auch in unsere Pfarrei Heilig Geist hinein.