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Wussten Sie, dass... (November 2025)

... vor 25 Jahren, am 04. und 5. November 2000 (Samstag und Sonntag), die Choralschola von Heilig Geist ihr 50-jähriges Bestehen feierte? Um 15 Uhr war in der Heilig-Geist-Kirche ein Festvortrag zu dem Thema „Der Gregorianische Choral als Grundlage der europäischen Musikkultur“. Referent war Prof. Dr. Albert Richenhagen von der Hochschule der Künste in Berlin. Um 18 Uhr war das Jubiläums-Choralamt in lateinischer Sprache mit dem damaligen Gemeindepfarrer, P. Hubert Schöning SVD, sowie P. Siegfried Zoch SVD, P. Karl Rühling SVD und dem ständigen Diakon Matthias Breier. Zu diesem Gottesdienst waren auch Choralsänger aus anderen Berliner Gemeinden eingeladen. Sieben Choralgemeinschaften waren der Einladung gefolgt: somit waren 60 Choralsänger mit einer Gruppe unseres Kinderchores unter Leitung von Christoph Möller anwesend. Nach dem Jubiläumsgottesdienst fand um 20 Uhr im Pfarrsaal ein Empfang für die Gemeinde und alle Gäste statt. Eine Türkollekte fand zugunsten eines sozialen Projekts für Br. Franz Schneider SVD in Ghana statt (er war ehemaliges Scholamitglied), Ergebnis 4.000 DM. Am Sonntag, dem 5. November, sangen die Choralsänger von Heilig Geist, gemeinsam mit den Choralsängern aus anderen Gemeinden unter Leitung von Christoph Möller im Gottesdienst um 12 Uhr in der St. Hedwigs-Kathedrale. Dieser Tag ist der Gedenktag des Seligen Bernhard Lichtenberg, des Gründungsvaters der Heilig-Geist-Gemeinde. Ein gemeinsames Mittagessen um 14 Uhr mit Angehörigen im Restaurant „Aquinus“ der Katholischen Akademie, Hannoversche Str. 5 b, und ein Fest ab 17 Uhr im Klosterstübchen rundeten die Jubiläumsfeier ab. Im Jahre 1950, vor 75 Jahren, haben sechs Männer der Gemeinde den Mut gefasst, den Gregorianischen Choral in Heilig Geist zu pflegen. Inzwischen waren es 17 Männer, die sich Woche für Woche zu den Proben trafen. Durchschnittlich einmal im Monat wurde unter Leitung von Christoph Möller gemeinsam mit der Gemeinde ein lateinisches Choralamt gesungen. Seit 1986 ging die Choralschola einmal im Jahr auf Reisen. Die Corona-Pandemie hat diese geniale Idee unterbrochen.

 

... vor 40 Jahren, am 05.11.1985, in unserer Pfarrei ein Mini-Club eröffnet wurde, für Kinder von 3 bis 6 Jahren, immer am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag? Hauptgrund war: In Kindertagesstätten gab es zu wenige Plätze. Nach einer Woche waren schon acht Kinder unterschiedlichen Alters und verschiedener Konfessionen angemeldet. Der Mini-Club stand unter Leitung von Frau Jolien Hechler, unterstützt bis Ende 1986 durch Frau Martina Pfaff. Die Gruppe sollte nicht mehr als 12 Kinder umfassen (jedenfalls anfangs). Der Kostenbeitrag betrug monatlich 50 DM/Kind. Nach einem internen Vermerk muss dieser Mini-Club auch 1993 noch bestanden haben. Offenbar ist er aber dann kurz darauf eingestellt worden. Vielleicht hat es aber auch schon ab 13.03.1968 so etwas wie einen „Mini-Club“ gegeben, denn in der Chronik Berlins steht unter diesem Datum: „Erster „Kindervormittag“ bei uns im Kolleg. Alle vorschulpflichtigen Kinder können von heute an bei uns von 9 bis 13 Uhr abgegeben werden (jeden Mittwoch). Die Mütter wollen sich bei der Betreuung der Kinder ablösen.“ Vielleicht wurde diese Betreuung ab 15.10.1968 mit der Eröffnung des 2. Kindergartens hinfällig. 1996 kamen etwa 15 junge Mütter mit ihren (20) Klein-Kindern im Jugendheim regelmäßig zusammen. Im langfristig ausgebuchten Kindergarten gab es für Neuzugezogene keine Kindergartenplätze. Die Not war für diese Mütter groß, denn zwingende Termine, wie Einkäufe, Arztbesuche etc. waren nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Aus dieser Krabbelgruppe entstand auf Anregung von Frau Gabriele Kögel und Frau Heike Lukanek 1996 der neue Mini-Club für Kinder im Alter von 2 bis 3 Jahren. Die Mütter betreuten persönlich zunächst im 1. OG des Jugendheimes mehrere ihrer Kinder und fanden dann in Frau Sabine Böttcher und Frau Petra Barcekowski bereitwillige Erzieherinnen, die sie dabei unterstützten. Da auch andere Gruppen diesen Raum intensiv nutzten, wurde den Müttern mit ihren 10 bis 12 Kindern vom damaligen Pfarrer, P. Schöning SVD, der frühere ungenutzte Lagerraum im 2. OG (links hinten) zur Verfügung gestellt, den die Eltern liebevoll renovierten und mit Spielzeug für die Kleinen ausstatteten. Später wurden dafür die beiden Räume rechts und links der Treppe im 2. OG eingerichtet. Seitdem wurden diese Räume exklusiv für die Kinderbetreuung genutzt. Der Mini-Club musste zum Ende der Sommer-Schulferien 2020 (07.08.2020) aufgegeben werden. Betreuerinnen seit 1996: Frau Sabine Böttcher und Petra Barcekowski (1996 – 2001), Frau Martina Barvencik und Pia Piro (2001 – 2010), Frau Martina Barvencik und Doris Weber (2010 – 2020).

 

... vor 75 Jahren, dem 5. November 1950, unser Pfarrer die Segnung der Gräber auf dem Herz-Jesu-Friedhof in Staaken mit Predigt vornahm? Jahr für Jahr wechselten sich die Pfarrer von Charlottenburg ab. Wie berichtet wird, waren die Beerdigungen auf dem Staakener Friedhof seit 1939 sehr zurückgegangen. Während des Krieges war es der vielen Bombenangriffe wegen zu gefährlich, zu den dortigen Gräbern hinauszufahren, zumal der Staakener Flughafen Gladow unmittelbar gegenüberliegt. Nach dem Kriege gehörte der Friedhof zur russischen Zone. Auch sonst war der Friedhof nicht beliebt. Er lag zu weit ab, und die Verbindung dorthin war immer sehr schlecht. Außerdem wurde er des nahen Flugplatzes wegen so gut wie ununterbrochen von Flugzeugen überflogen, so dass man bei Beerdigungen kaum sein eigenes Wort verstehen konnte. Für Heilig-Geist kam der Umstand hinzu, dass der paritätische Waldfriedhof an der Heerstraße von allen als wunderschön empfunden wurde und das ist auch heute noch so.

 

.... vor 65 Jahren, am 15./16.11.1960, unsere Kirche nach der Renovierung 1960 durch Julius Kardinal Döpfner eingeweiht wurde? Bei der Erst-Eröffnung am 18.12.1932 wurde der ursprünglich als Gemeindesaal innerhalb eines großen Gesamtkomplexes gedachte Raum lediglich von Generalvikar Steinmann benediziert. Der Besuch von Seiten der Gläubigen bei der Kircheinweihung war trotz guter Vorbereitung schwach und wurde auch vom Kardinal kritisiert. Ein Grund für den schlechten Besuch sahen manche darin, dass die Konsekration am Buß- und Bettag stattfand, an dem die Berliner gern ausschliefen. Außerdem regnete es in Strömen. Der eigentliche Grund wird aber wohl gewesen sein: P. Eidens, der Pfarrer, wusste, dass die Gemeinde begierig war, bei der Kirchweihe durchgehend dabei zu sein und die Kirche so besetzt gewesen wäre, dass die Weihe allein durch die große Menge der Gläubigen gestört worden wäre. Er hat die Gemeinde daher vorher so wirksam beschworen, nicht (oder noch nicht) am ersten Tag zu kommen. Er hat sie direkt abgeworben, dass die Gemeinde - traurig, aber gehorsam - nicht am ersten Tag der Weihe kam und sich absichtlich zurückhielt. Das war nicht Desinteresse, sondern Rücksicht auf die Beschwörung durch P. Eidens. P. Eidens, der 8. Pfarrer (1954 – 1963), war übrigens bei den Gläubigen der Gemeinde nicht nur sehr beliebt, er war ein durch und durch „geistlicher Mensch“. So gab es jeden Abend (etwa zwischen 18 und 19 Uhr) eine absolut-störungsfreie Stunde, in der er Anrufe der Gläubigen entgegennahm und ihnen, soweit es menschlich möglich war, half. Zur damaligen Zeit gab es natürlich – heute kaum vorstellbar - noch keine Handys.

 

... vor 5 Jahren mit dem 28.11.2020 erstmalig der Adventsmarkt nicht mehr sowohl am Samstag vor dem ersten Advent als auch am ersten Adventsonntag selbst stattfand? Die langejährige Tradition – an zwei Tagen - wurde zunächst „Corona“ wegen - aufgegeben. Der Adventmarkt findet jetzt allein am ersten Adventssonntag vormittags statt und wird hoffentlich auch so ein weiteres langes Leben haben.