...vor 85 Jahren, am 06.11.1938, P. Alois Marquardt als 5. Pfarrer (Kuratus) nach Heilig-Geist kam? Er löst P. Anton Balkenhol als Pfarrer (Kuratus) ab. P. Marquardt blieb während der gesamten Kriegsgeschehen Pfarrer unserer Gemeinde und wurde erst am 01. Juni 1947 abgelöst. P. Marquardt wurde vor 145 Jahren, am 10.11.1878 geboren, wurde im ersten Weltkrieg mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet und war als zuständiger Provinzial damals maßgeblich an der Gründung unserer Pfarrei Heilig-Geist beteiligt. Er war zuletzt Hausgeistlicher im Anbetungskloster St. Gabriel, dort starb dort vor 55 Jahren am 05.02.1968.
...vor 50 Jahren, am 11.11.1973, zum ersten Mal in unserer Pfarrgemeinde der St. Martinszug stattfand, und gleich mit über 1.000 Teilnehmern? Um 16.30 Uhr versammelten sich die Kinder und die Eltern vor unserer Kirche. Ein Schüler der Herz-Jesu-Schule ritt auf einem Pony als St. Martin dem Zug voran. Die Polizei war benachrichtigt, die aber meinte, wir könnten wohl selber mit der Ordnung fertigwerden. Je weiter der Zug sich auf der Preußenallee der Heerstraße näherte, schwoll er derart an, dass es dem Pfarrer angst und bange wurde. Als der Zug auf dem Hof der Herz-Jesu-Schule ankamen, zählte er über 1000 Personen, darunter mehr als 400 Kinder. Herr Gensecke hatte ein gewaltiges Martinsfeuer entzündet.
...vor 100 Jahren, am 11.11.1923, der erste Pfarrer (Kuratus) von Heilig Geist, P. Eustachius Riedel, nach nur 16 Monaten seinen Dienst hier beendete? Er wurde Rektor des Missionshauses Heilig Kreuz in Neisse / Schlesien. Aus den 15 Karteikarten, die P. Lichtenberg ihm zu Beginn seines Dienstes als Pfarrer übergab, waren nach den 16 Monaten bereits 1.000 Namens-Karteikarten geworden (und eine stattliche Pfarrbibliothek mit 1.500 Bänden). Bereits am 28.09.1923 war P. Anton Balkenhol eingetroffen, der P. Riedel als 2. Pfarrer (Kuratus) ablöste. Aus der Erinnerung von P. Riedel „Beim letzten Gottesdienst blieb kein Auge trocken, die Männer nicht ausgenommen. So schied ich von Berlin, das mir in den 16 Monaten eine unbekannte Stadt blieb, weil ich nur die Arbeit kannte. Deo gratias. Die kurze Zeit meiner Tätigkeit in völligem Neuland reichte trotz besten Willens nicht hin, Fertiges zu hinterlassen. Meine Hinterlassenschaft war ein Anfang. Und ich darf wohl vor Gott und meinem Gewissen sage: ein guter Anfang, auf dem ich gerne weiter gearbeitet hätte."
...vor 20 Jahren, am 16.11.2003, unser Jugendchor eine hohe Auszeichnung erfahren hat. Auf Einladung des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge brachte der Jugendchor unserer Gemeinde gemeinsam mit einem Instrumental-Ensemble auf der zentralen Gedenkfeier im Reichstagsgebäude zum Volkstrauertag einen musikalischen Beitrag. Der Jugendchor sang das eigens für diesen Tag neu komponierte Lied „Wart‘ auf mich“ von Benjamin Rinnert. Außer unserem Jugendchor trat der Knabenchor des Belarussischen Exarchates (vergleichbar mit einem Erzbistum) auf. Ferner sangen beide Chöre gemeinsam den Kanon „Dona nobis pacem“ und ermunterten die Anwesenden zum Mitsingen. Das Totengedenken war um 16 Uhr im Plenarsaal des Deutschen Bundestages im Reichstagsgebäude in Anwesenheit der Repräsentanten der Verfassungsorgane: Bundespräsident, Bundestagspräsident, Bundeskanzler, Präsident des Bundesverfassungsgerichts und Präsident des Bundesrates. Die Veranstaltung wurde live von der ADR übertragen. Die kirchenmusikalische Arbeit in unserer Gemeinde erfuhr mit dem Auftritt des Jugendchores im Reichstagsgebäude eine hohe Auszeichnung. Wir waren nicht wenig stolz auf unsere Jugendlichen und unseren Kirchenmusiker Herrn Möller für ihren gelungenen Auftritt und auch auf Norbert Lamche, der wesentlich am Zustandekommen dieses einmaligen Erlebnisses beigetragen hat. Generalvikar Roland Steinke vom Erzbistum Berlin hat sich anschließend mit einem handschriftlichen Schreiben beim Jugendchor bedankt. (Den DVD-Sendemitschnitt ARD hat Herr Lamche unserem Archiv zur Verfügung gestellt. Es können davon gerne Kopien gezogen werden).
...vor 25 Jahren, am 21.11.1998, von Hobby-Handwerkern unserer Gemeinde Chor-Podeste kostengünstig für die Kirchenmusik fertiggestellt wurden? Die Podeste stehen für die Kirchenmusik, Konzerte, Familiengottesdienste, Singspiele des Kinderchores etc. zur Verfügung.
...vor 40 Jahren, am 30.11.1983, Kaplan P. Rudi Fischer SVD den Orden der Steyler Missionare verließ? Er lies sich laisieren und heiratet Frau Ingrid Martini, Vorsitzende des Pfarrgemeinderates der Pfarrei-Heilig-Geist.
