vor 70 Jahren, am 01.10.1955, Herr Prof. Kurt Doebler als Kirchenmusiker an Heilig Geist auf eigenen Wunsch seinen Dienst beendete? Er versah diesen Dienst gut viereinhalb Jahre. In den Oktobersonntagen spielte dann jeweils probeweise ein anderer Organist in unserer Kirche. Die Pfarrangehörigen wurden ermutigt, ihr persönliches Urteil über den auszuwählenden Organisten schriftlich abzugeben. An den folgenden Sonntagen sangen auswärtige Chöre, selbst der Hedwigs-Kathedralchor unter Leitung von Msgr. Dr. Karl Forster, bei uns im Gottesdienst. Zum Zuge als Kirchenmusiker kam Herr Gerhard Zodrow, der dann vom 01.12.1955 bis 24.09.1983 diesen wichtigen Dienst versah. Aushilfsweise spielte dann Herr Zodrow noch die Orgel bis zu seinem Tod am 10.12.2011.
vor 10 Jahren, am 08.10.2015, Dr. Jürgen Meyer-Wilmes verstarb? Als Diözesanratsvorsitzender im Erzbistum Berlin und als Vizepräsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) hat er die katholische Kirche über ein viertel Jahrhundert in Deutschland mitgestaltet. Er war wohl die prägendste Gestalt des Laienkatholizismus im Westteil des Bistums Berlin vor der deutschen Wiedervereinigung. Maßgeblich gestaltete er auch die Berliner Katholikentage von 1980 und 1990. Die Pfarrgemeinde Heilig Geist hatte in ihm eine Persönlichkeit, die aus einem tiefen Glauben heraus auch für die hiesige Gemeinde eintrat. Es verwunderte nicht, dass die Anteilnahme beim Requiem am 23.10.2015 und der anschließenden Beerdigung den üblichen Rahmen bei weitem sprengte, trotz der Herbstferien und der gleichzeitigen Rom-Dankwallfahrt des Erzbistums, anlässlich "25 Jahre Deutsche Einheit".
vor 5 Jahren, am 15.10.2020, die traurige Nachricht kam, dass P. Bernd Dangelmayer SDS, Pfarrer von St. Karl Borromäus, nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 70 Jahren verstorben ist? P. Bernd war ein den Menschen zugewandter Seelsorger, ökumenisch offen und stets ansprechbar. RIP
vor 85 Jahren, 22.10.1940, erstmals die Abendmesse erlaubt wurde? Sie wurde unter bestimmten Bedingungen in der nationalsozialistischen Zeit erlaubt, insbesondere um den Gläubigen während des Krieges, die in verschiedenen Funktionen tätig waren, gerecht zu werden. Ein weiterer wichtiges Aspekt war die Tatsache, dass es aus Sicherheitsgründen und wegen der Luftangriffe oft Ausgangssperren oder andere Beschränkungen gab, die den Ablauf von Gottesdiensten beeinflussten. Die Priester wurden gebeten, flexibel mit den Zeiten der Messen umzugehen, um die moralische und religiöse Unterstützung der Bevölkerung aufrechtzuerhalten. In vielen Fällen war diese flexiblen Regelungen in Absprache mit den örtlichen NS-Behörden notwendig, die oft skeptisch oder sogar feindlich gegenüber kirchlichen Aktivitäten eingestellt waren.
vor 70 Jahren noch 2 Mitglieder aus unserer Pfarrgemeinde aus der russischen Kriegsgefangenschaft heimkamen? Am Sonntag, dem 23.10.1955, wurde für die glückliche Heimkehr nach 10jähriger Gefangenschaft unseres Pfarrmitgliedes Hermann Heinrich Schmalenbach, 31 Jahre alt, Frankenallee 12, gedankt, ebenso für eine glückliche Heimkehr des Herrn Martin Steuer, Nussbaumallee 14, der nach vierjähriger Haft in Sibirien entlassen worden war.
vor 20 Jahren, im Oktober 2005, die Gruppe „Unter 55jährige“ (U55) – heute natürlich „Ü55“ - gegründet wurde? Sie will der Pfarrgemeinde und auch Einzelnen helfen, wo das nötig und möglich ist. Zum anderen trifft sich die Gruppe, um gemeinsam zu spielen, zu plaudern und ab und zu auch gemeinsame Ausflüge zu machen. Die Gruppe trifft sich in der Regel am ersten und dritten Mittwoch jeden Monats im Klosterstübchen um 18 Uhr. Die Start-up-Gründergruppe voller Tatendrang waren Judith Zierz (im Namen des Pfarrgemeinderats), Herr Achim Wentzke und Helga Neufeld. Aus der Gründergruppe wurde eine „Nachfolge-Community mit Tradition“. Wir hoffen, dass diese noch lange in voller Fahrt bleibt – auch wenn das Tempo vielleicht etwas gemütlicher wird.
vor 20 Jahren, am 27.10.2005, ein Glaubenskurs in Heilig Geist mit 43 Teilnehmern an 8 Abenden startete? Der Dominikaner P. Dr. Thomas Grießbach vermittelte an sechs Donnerstagabenden verschiedene Inhalte unseres christlichen Glaubens (Gott, Kirche, Sakramente, Gebet etc.) und diskutierte sie mit den Teilnehmern. An zwei weiteren Abenden wurden der Gruppe begleitend spirituelle Impulse gegeben
