Meldung

Wußten Sie, dass ... (September)

...vor 35 Jahren, am 03.09.1990, erstmals Mädchen in Heilig Geist als Ministranten zugelassen wurden? Die ersten Ministrantinnen waren: Sheila Gabler, Alexandra Unrein und Daniela Raßmann. – Was ging voraus? Am 13.07.1989 ging beim Bischöflichen Ordinariat vom Gemeinderat der Pfarrei Heilig Geist der Antrag ein, dass Mädchen und Frauen zum Ministrantendienst in Heilig Geist zugelassen werden können. Das Ordinariat hat dies mit Schreiben vom 17.07.1989 abgelehnt mit dem Hinweis, dass dies in die Kompetenz der römischen Kongregation für die Disziplin der Ordnung der Sakramente und den Gottesdienst fällt, die bisher dafür die Zustimmung nicht gegeben habe. Außerdem könne der Diözesanadministrator in der Sedisvakanz nichts ändern. Der neue Bischof war dann Georg Sterzinsky, der am 28. Mai 1989 zum Bischof von Berlin ernannt wurde, die Bischofsweihe war am 9. September 1989 (am 28. Juni 1991 wurde er zum Kardinal kreiert und am 27. Juni 1994 wurde er Erzbischof von Berlin). Heute können wir uns einen Gottesdienst ohne ihre engagierten Dienste kaum mehr vorstellen – ein echter Fortschritt, den wir nicht missen wollen.                    

...vor 65 Jahren, seit der Kirchenrenovierung, ein Mosaik aus 13 lodernden Feuerflammen des Heiligen Geistes unsere Altarrückwand (damals noch ohne Fenster) schmückte, ausgeführt von Firma August Wagner, Neukölln, Entwurf Franz Labryga? Erster Gottesdienst in der renovierten Kirche war am 04.09.1960. Bei der erneuten Kirchenrenovierung 1988 erhielt die Altarrückwand dann das Fenster. Damit waren die Feuerflammen weg und das Licht (des Heiligen Geistes) kommt eben jetzt direkt. 

...vor 70 Jahren (04.09.1955) zum ersten Mal schriftliche Pfarrmitteilungen herausgegeben wurden, brav verteilt durch die Pfadfinder anlässlich des Gemeindefestes? Dieser „Pfarrbrief“ wurde sechs Mal im Jahr – später durch die Post - den Gemeindemitgliedern zugestellt. Ab 08.11.1970, also vor 55 Jahren, kam dann das wöchentliche Mitteilungsblatt, an Stelle der Vermeldungen am Schluss des Gottesdienstes, damit wirklich keiner eine Ausrede hatte. Es wurden 2.900 Exemplare gedruckt. Heute fragt man sich, werden die nächste Mitteilungen neben der Kirchen-App bald direkt per Drohne ins Wohnzimmer geflogen?                   

...Vor 65 Jahren, am 04.09.1960, unser Tabernakel mit der Verkündigungsszene, in eingelegtem Bunt-Email auf Altsilberhintergrund angebracht wurde. Er wurde geschaffen von Johannes Schlüter. Aus dem dunklen Altsilbergrund wurde im September 1982 von P. Rudi Fischer und Br. Schneider auf eigene Initiative das helle Silber herausgearbeitet, so wie wir es heute sehen. Das Silber strahlt noch heute heller als der Himmel an Ostern.

...vor 150 Jahren, am 08.09.1875, Arnold Janssen die Steyler Missionare gründete? Wenige Jahre nach der Gründung konnte er bereits 1879 die ersten zwei Missionare nach China schicken, darunter Josef Freinademetz. Sein Werk breitete sich schnell aus. Auf allen Erdteilen wurden Missions- und Arbeitsgebiete übernommen; sie wirken heute weltweit in rund 80 Ländern. Die für die damalige Zeit ungewöhnlichen Ideen Arnold Janssens sind durch das Zweite Vatikanische Konzil bestätigt worden. Janssen hat dem Missionswerk neue Horizonte geöffnet. Er förderte die Exerzitienbewegung, wurde zum Vorläufer des katholischen Presseapostolates und trat als unermüdlicher Verfechter des Laienapostolates hervor. Am 15. Januar 1909 starb Arnold Janssen in Steyl. Am 5. Oktober 2003 sprach Papst Johannes Paul II. den Ordensgründer Arnold Janssen mit dem ersten Missionar Josef Freinademetz heilig. Arnold Janssen gründete auch zwei Schwesternkongregationen: Am 8. Dezember 1889 die Steyler Missionsschwestern, die Dienerinnen des Heiligen Geistes (SSpS). Sie setzen sich heute in über 40 Ländern für die Menschen, insbesondere die Frauen, ein. Am 8. Dezember 1896 gründete er die Steyler Anbetungsschwestern, die Dienerinnen des Heiligen Geistes von der ewigen Anbetung (SSpSAP). Sie sind heute in 21 Klöstern in 12 Ländern weltweit und führen ihr Leben im Verborgenen und Schweigen und unterstützen die Mission im Gebet. Sie waren bis zum 29. Januar 2022 auch hier in Berlin in der Bayernallee 31.            

...vor 65 Jahren, am 08.09.1960, in der Marienkapelle die Ikone von der Immerwährenden Hilfe eingeweiht wurde? Diese sachkundige Kopie - dessen byzantinisches Original sich bei den Redemptoristen in Rom befindet – stammt von dem Kunstmaler Joachim Otto Oskar Dammer (1914 – 1986). Joachim Otto Oskar Dammer lebte als freischaffender Maler und Graphiker in Berlin-Westend. Er schuf Porträts, Stillleben und Landschaftsmalerei (oft Berlin und Umgebung) und ebenso religiöse Kunst. 2019 wurde die Marienkapelle in den heutigen Zustand umgestaltet mit dem Sandstein-Relief „Maria Verkündigung“ von der Spandauer Künstlerin Jenny Wiegmann-Mucci (1895-1969). Die umgestaltete Kapelle wurde am 26.01.2020, also vor 5 Jahren, neu eingeweiht.       

...vor 70 Jahren, ab 08.09.1955, eine wöchentlichen Werktagsmesse der Schulkinder, donnerstags um 17 Uhr eingeführt wurde? Da der Schichtunterricht in den Schulen jetzt nachmittags entfiel – die Kinder somit nur noch am Vormittag in die Schule gingen – konnten die Schulkinder zu dieser Zeit die Hl. Messe besuchen. – In der Liebfrauenschule wurde eine zusätzliche Seelsorgestunde eingerichtet für die Kinder, die dort in der Nähe wohnten.

...seit 35 Jahren (September 1990) Heilig Geist (das Kolleg und die Pfarrei) die super Telefonnummer 300003-0 hat? Eine einprägsame Nummer, die wohl selbst die Heiligen im Himmel auswendig kennen.

...vor 20 Jahren, im September 2005, unser Taufbecken innen und außen für Gotteslohn von der Berliner Fa. Schempp und Decker (Am Stichkanal 6-8) restauriert wurde?

...vor 95 Jahren P. August Gehring SVD am 27.09.1930 als „3. Kuratus“ die Pfarrei (Kuratie) Heilig Geist übernahm? Er löste damit P. Anton Balkenhol ab. Am 01.09.1935, vor 90 Jahren, verließ P. Gehring die Pfarrei. Eigentlich sollte sein Nachfolger P. Ignaz Hülmeyer SVD werden. Er kam am 06.09.1935 hier an. Er kam und ging sofort wieder und fuhr in die Schweiz (um vor den Nazis sicher zu sein?). So übernahm zunächst die Vertretung, bis zum erneuten Amtsantritt von P. Balkenhol SVD am 22.02.1936, P. Josef Holzapfel SVD